27. Dezember 2015

Silhouette Mint

Wie immer gibt es hundert tolle Dinge auf dem Scrapmarkt die man unbedingt haben möchte. Ganz oben auf meiner "habenwill" Liste war das kleine Stempelproduktionsgerät "Mint" von Silhouette. Was soll ich sagen: ein wunderbares Teil, kostspielig und nichts für nebenbei, aber ein herrliches Accessoire wenn es um die Herstellung individueller Stempel geht. Der Clou des fertigen Stempels: sie können in mehreren Farben eingefärbt werden und dann immer wieder genutzt werden bis die gespeicherte Tinte verbraucht ist. Sehr cool.


Das Gerät selber ist klein, nimmt also zum Glück nicht viel Platz weg. Die Stempelrohlinge dazu gibt es verschiedenen Größen. Leider relativ teuer wie ich finde, aber im Vergleich zu einem individuellen Stempel aus dem Netz wiederum in Ordnung. 


Es wird natürlich mit der passenden Software geliefert, die ist einfach zu installieren und läuft sofort. Wie bei der Cameo (dem Schneideplotter von Silhouette) gibt es einige Designs schon dabei, andere können aus dem Download-Pool erworben werden. Mit im Starter-Set ist auch ein Gutschein damit man sich einen großen Schwung weitere Designs ohne Abo bzw. zusätzliche Kosten runterladen kann. Ziel ist es ein rein schwarzes Design zu erstellen. In meinem Fall ein Banner mit dem Schriftzug für eine "Klitzekleinigkeit". Wissentlich das ich mehrere Farben nutzen möchte habe ich noch 2 kleine Herzen eingefügt, sonst ist der Witz des Stempels ja garnicht wirklich ausgekostet.


Jetzt noch schnell die Größe des Stempelrohlings auswählen. Das Programm spiegelt das Design dann automatisch damit es später in gestempeltem Zustand wieder richtig herum ist. Sehr praktisch denn bei den teuren Rohlingen ist ein "Vergessen" des Spiegelns (und das würde definitiv früher oder später passieren) schon recht ärgerlich. In diesem Sinne: schön durchdacht, das gibt ein dickes Plus.


Den passenden Rohling nur noch die Maschine schieben - einen wirklich klitzekleinen Moment warten - fertig. Kaum zu glauben aber das geht super fix. Nur noch die dünne geprägte Stempelplatte aus der Verpackung lösen und auf den selbstklebenden Stempelträger kleben. 


Der fertige Stempel muss nur noch eingefärbt werden. Am besten eigenen sich dazu die mitgelieferten Farben. Für alle farbenfrohen Scrapper können etliche Farben noch nachgekauft werden. Ich komme mit den 4 mitgelieferten Farben erstmal bestens aus. Mischen geht übrigens auch, hab ich getestet und klappt super. Es gehen auch die Stempelfarbennachfüller von Stampin'Up, aber die Originalfarbe ist dickflüssiger und macht eine farbliche Trennung etwas einfacher.  


Die Farbe also vorsichtig auf die passende Stelle auftragen... gut einsacken lassen... dann die nächste Farbe. Ich habe diesen Vorgang einige Male wiederholt damit die Farbe dosierter  und gezielter einsacken kann (am besten noch weniger als bei meinem Beispiel). Auch das verhindert einen unliebsamen Farbverlauf benachbarter Strukturen, bzw. das Überlappen einer Farbe zu einer anderen. Bei sehr engen benachbarten und kleinen Strukturen empfehle ich einen Zahnstocher. Dieser kann mit getrennter Farbe noch gezielter positioniert werden. 


Nachdem die Farbe einige Minuten eingezogen ist muss der Stempel einige male abstempeln werden. Die überschüssige Farbe verbraucht sich solange, biss der Stempelabdruck dann sauber ist - tadaaaaa - da ist der individuelle Stempel im multikoloren Dress. Wunderbar, einfach wunderbar.


Ist die Farbe verbraucht oder zu lange nicht gestempelt worden, so kann man den Stempel natürlich wieder neu benetzen. Solange man dies nicht hektisch oder zu dick auftragend macht ist und bleibt alles gut. Ich bin begeistert, auch wenn Preis-Leistung happig ist, ein herrliches Scrapspielzeug das jedem Individualisten das Herz höher schlagen lässt.


Kommentare:

  1. nette Spielerei. hatte auch damit geliebäugelt, bis ich festgestellt habe, dass man die Farbe nicht frei wählen kann, weil der Stempel die Farbe aufsaugt und man dann immer mit den selben Farben stempelt (stempeln muss). nicht so meins. ich bin gespannt auf deine Werke damit.

    Viele Grüße,
    Sylvia

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  2. ja da hast du recht: es sind total andere Stempel als die normalen die man einfach immer je nach Wunsch neu einfärbt. Sie ersetzten auch nicht die Clearstamps oder adere Stempel, der Einsatz für solche ist schon recht speziell! Da stimme ich dir zu. Überfärben konnte ich aber. Habe ich auch getestet. Wenn der Stempel verbraucht ist geht das, es sei denn man will auf vorherige dunkle Stellen plötzlich gelb haben, das geht logischerweise in die Hose. Aber grün statt blau, rot statt gelb oder generell dunkler geht super.

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  3. Das ist ja toll! Hab ich das richtig verstanden: ich muss den Plotter nicht haben, um die mint benutzen zu können?
    Ist echt ne kostspielige Anschaffung.. Aber die Möglichkeiten... :-)danke fürs Zeigen.
    Lg corinna

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  4. Ja richtig, den Plotter brauchst du garnicht, das sind zwei unabhängige Geräte und auch separate Designprogramme die dann mitbenutzt werden können.

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  5. Danke für deine Erfahrung mit diesem Spielzeúg, ich spekuliere auch schon damit;-) LG Gerlinde

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  6. kann man seine Werke auch gewerblich verkaufen und kann ich auch eigen Designs erstellen oder muss ich die vom Mint Programm nehmen?

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